Das Jahr befindet sich auf der Zielgraden und wir steuern mit voller Geschwindigkeit auf’s neue Jahr zu. Selbst Weihnachten ist schon eingetütet und wir befinden uns inmitten der besinnlichen und ruhigen Jahreszeit. Hier kommt man im Kreise der Liebsten zur Ruhe und lässt gleichzeitig, für sich selbst, das letzte Jahr an sich vorüberziehen.

So ging es mir bisher zumindest: Man versucht, die grauen Brocken der Erinnerung wieder zu reaktivieren und sich ins Gedächtnis zu rufen, was im letzten Jahr eigentlich alles passiert ist. Und fragt sich gleichzeitig, ob man all seine Ziele erreicht hat. In den meisten Fällen stellen wir fest, dass das Jahr voller gemischter Eindrücke war. Ein bunter Mix aus Höhen und Tiefen, die nun einmal jeden von uns auf seinem Weg begleiten. Soviel dazu, wenn man diese Sache mit dem Rückblick objektiv gestaltet. Tun aber die Wenigstens von uns…

Also stimmt der Spruch: Neues Jahr. Neues Glück nicht wirklich!?

Diese ganze Grübelei und falsche Selbstreflexion führt leider auch oft zu Vergleichen. Viel zu oft! Hier bilden wir uns ein, dass das Gras auf der anderen Seite grüner, gepflegter und schöner ist. So hat der Nachbar ein besseres Auto, alte Freunde aus Schulzeiten haben bisher viel mehr von der Welt gesehen – so zumindest die Facebook-Eindrücke – und viel bessere Jobs sowieso… an dieser Stelle könnte ich jetzt ewig weitermachen, was ich uns allerdings erspare, da ihr meinen Ansatz sicher nachvollziehen könnt.
So verlieren wir das eigentliche Ziel aus den Augen und eine gesunde Selbstreflexion ist überhaupt nicht mehr möglich. Obwohl genau diese doch so wichtig ist, um festzustellen was man möchte und wohin man will. Stattdessen malen wir unser eigenes Leben grau oder sogar gänzlich schwarz und denken, dass es alle anderen viel besser haben, als man selbst. Diese Vergleiche lähmen uns und wir selbst sorgen dafür, dass unser Selbstwertgefühl einen großen Knacks bekommt. So flüchten wir uns in eine Opfer-Rolle, die wir uns selbst erschaffen. Ja, diese tückischen Vergleiche haben es wirklich in sich.

Die Tradition lehrt uns mit neuen Vorsätzen ins Jahr zu starten, alles besser zu machen und quasi eine Version 2.0 unserer Selbst zu schaffen. Doch genau damit legen wir uns selbst ziemlich aufs Kreuz. Warum ist es in unserer Gesellschaft immer so wichtig besser zu sein, als andere? Warum nicht einfach mal zufrieden sein mit dem Erreichten? Denn genau darum geht es in meinen Augen. Hier geht es nicht um Stillstand, sondern selbst anzuerkennen, was man bisher geleistet hat.

Positiv ins neue Jahr

Denn es ist doch viel wichtiger positiv in das neue Jahr zu starten und sich klar zu machen, was man schon alles erreicht hat. Auch wenn es bisher nur Etappenziele sind und wir noch einen langen Weg vor uns haben, heißt es doch nicht, dass das bisher Erreichte komplett wertlos und sinnlos ist. Wir sollten wieder lernen uns selbst zu loben, wertzuschätzen, uns damit zu motivieren anstatt uns klein zu machen. Hierbei kann übrigens auch ein Dankbarkeitstagebuch helfen.
Natürlich gehört dazu eine gesunde Selbstreflexion und es ist auch nötig Dinge skeptisch zu betrachten, aber aus Fehlern lernt man. Beim nächsten Mal packt man die Dinge ganz anders an und das Ganze läuft, wie von allein.

DEAR PAST, THANK YOU FOR ALL THE LESSONS!
DEAR FUTURE I’M READY.

 

Und genau mit dieser Einstellung sollten wir in das neue Jahr blicken! Was meint ihr?

 

Kolumne: Neues Jahr. Neues Glück? So kannst Du mit gesunder Selbstreflexion positiv und zufrieden in das neue Jahr starten.


Titelfoto und Hintergrundbild Collage via Unsplash © SpaceX

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