Vor einigen Wochen ploppte eine Email in meinem Postfach auf in der der TASCHEN Verlag das neueste Projekt des Künstlerehepaares Christo und Jean-Claudes vorstellte. Ich war sofort begeistert und leitete die Mail an meinen Freund weiter, der ein großer Fan ist. „Cool, soll`n wa hin?“, war seine Reaktion. „Na klar“, dann meine. Wunderbar, also beschlossene Sache. Auf nach Bella Italia. Unser Reisebericht: The Floating Piers – ein Reisebericht mit Hund.

Von Lüdenscheid nach Lörrach

Mittwoch nach der Arbeit ging die Reise in Lüdenscheid los. Vorerst bis nach Lörrach, wo die Mama meines Freundes mit ihrem Mann lebt. Glücklicherweise liegt das direkt auf halber Strecke und wir legten hier unseren Zwischenstopp ein, um dann am nächsten Tag gemeinsam weiter zum Iseosee zu fahren. Mittlerweile hörte und las man in den Medien lauter Schreckensberichte von langen Warteschlangen, Überfüllung, gesperrten Zugstrecken und Horror-Staus vor Ort. Wir gingen also vom Schlimmsten aus, als wir uns am Donnerstag wieder auf den Weg machten. Ein bisschen Bauchschmerzen machte mir auch die Tatsache, dass ich nirgends in Erfahrung bringen konnte, ob Hunde mit auf den Steg können. Denn auch Rakka unser Riesenschnauzer wollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen und war Teil unserer Reisecrew.

Von Lörrach zum Iseosee

Ein nerviger Stau vor Mailand war zum Glück und wider Erwarten alles was uns den Weg bis zum Hotel (ca. 10 km vom Iseosee entfernt) erschwerte. Dort wurden mir auch vorerst die Bauchschmerzen genommen, als ich erfuhr, dass Hunde mit auf die Floating Piers dürfen. Nach einem typisch italienischen Abendessen machten wir uns auf, um vorab erst einmal die Lage am See zu checken und zu schauen, wie nah wir am nächsten Tag mit dem Auto rankommen können, ob man noch einen Bus nehmen muss, von wann bis wann man aufs Wasser kann usw. Wir fanden einen Parkplatz direkt in Sulzano, hier zahlt man einmalig 15 Euro und man geht noch ca. 15 Minuten zu Fuss bis zum Beginn des Steges. Die Einfahrt des Parkplatzes zu finden war ein bisschen trickreich, aber näher ranzukommen ist nur für Anwohner möglich und somit muss man den Fussweg in Kauf nehmen oder für weitere 5 Euro eine kleine Bimmelbahn besteigen, die dann weiter nach unten fährt. Wir erfuhren, dass man von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr aufs Wasser kann und beschlossen daher auch ganz früh am nächsten Morgen da zu sein, um ein langes Warten zu vermeiden und nicht in der glühenden Hitze gebraten zu werden. Eine weitere Hürde gab es zu meistern als uns zu Ohren kam, dass Hunde auf dem Steg einen Maulkorb tragen müssen. Wir hatten natürlich keinen. Ich kann diese Vorsichtsmaßnahme natürlich nachvollziehen, bin aber kein Fan davon meinem Rakki einen Maulkorb anzuziehen. Die Lösung des Problems wollten wir am nächsten Morgen angehen.

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Floating Piers

Ziemlich verschlafen stellte sich dann heraus, dass wir auch nicht die einzigen Frühaufsteher waren, die sich um 07:00 Uhr morgens die Serpentinen zum Beginn des Kunstwerkes hinunterschlängelten. Aber der wunderschöne Blick auf die Floating Piers entschädigte uns für die auf uns genommenen Strapazen. Wir mussten nicht lange warten – ca. 10 Minuten – und schon waren wir nur noch ein paar Schritte vom Beginn der Piers entfernt. Bis dahin war keiner auf den fehlenden Maulkorb aufmerksam geworden, doch kurz davor wurden wir von einem Adlerauge entdeckt. Wir einigten uns darauf Rakkas Maul mit einem Tuch zu verbinden und durften passieren. Vier Meter weiter entfernten wir das Tuch dann direkt wieder.

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Auch die anderen vierbeinigen Kollegen hatten ihre Maulkörbe nach einigen Metern neben der Schnauze hängen. Ich hatte aber nicht mit den Kontrolleuren gerechnet. die ca. alle 100 Meter am Rand der Piers stehen und für Ordnung sorgen. Daher wurden wir immer mal wieder sehr freundlich auf die Maulkorbpflicht hingewiesen und beachteten diese jedesmal wie oben beschrieben. Barfuss und bei bestem Wetter wandelten wir also für ca. 3 Stunden über die wunderschöne und einmalige Installation. Es hat sich wirklich mehr als gelohnt und wir würden die Reise immer wieder auf uns nehmen. Rakka hat es auch bestens gefallen, besonders dass er sich immer nach Lust und Laune abkühlen konnte.

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Hier gibt es noch ein paar Bilder von unserem Abenteuer. Für Kurzentschlossene gibt es noch bis Sonntag die Möglichkeit das Kunstwerk zu besichtigen und für noch mehr Impressionen für zu Hause hat der TASCHEN Verlag ein tolles Buch herausgebracht, was ihr hier findet.

– Weitere Werke von Christo & Jeanne-Claude –

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5 Comments

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    Posted 1. Juli 2016 19:06
    by liebe was ist

    wow, das sind mal wahnsinnig schöne Bilder … und da scheint der Sommer auch endlich gekommen zu sein 🙂

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

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    Posted 1. Juli 2016 22:37
    by Carolin

    Wooow, die Aussicht ist ja echt einmalig! <3 Wahrscheinlich wäre es ohne die vielen Menschen aber noch viel toller.

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    Posted 3. Juli 2016 11:00
    by Fiona

    Was für wunderschöne Bilder! Das sieht echt alles so toll aus, da hätte ich auch mal Lust drauf 🙂
    Liebe Grüße, Fiona THEDASHINGRIDER.com

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    Posted 3. Juli 2016 13:22
    by Andrea

    Was für schöne Eindrücke, klasse!

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    Posted 14. Juli 2016 12:04
    by trixi

    Wow, was für ein tolles Projekt! Das hätte ich mir auch gerne angesehen! Die Bilder sind der Hammer!

    Alles Liebe,
    Trixi

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