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Vor einigen Wochen erhielt ich die Anfrage von Flaconi den Herrenduft Jil Sander Strictly EdT zu testen. Ihr fragt euch vielleicht warum ich einen Herrenduft testen sollte, aber denkt doch einmal an euren Liebsten, den Bruder oder auch euren Vater – nicht mehr lang und Weihnachten steht vor der Tür, da kommt eine Duftempfehlung doch vielleicht gelegen. Natürlich habe ich mir hierzu Verstärkung besorgt und meinen Fotomann und Duftexperten Reno mit ins Boot geholt. Sein umfangreiches Review zum Duft findet ihr in den folgenden Zeilen.

Reno’s Review zu  Jil Sander Strictly EdT

Als ich die Lancierung von Jil Sander’s neustem Herrenduft in die Hände bekam, wusste ich, dass es mir schwer fallen würde, diesen frei von Vorteilen testen zu können. Brachte Jil Sander doch seit längerer Zeit nichts Bahnbrechendes mehr auf den Markt. In den 1980ern entstanden großartige Werke wie Man Pure (teilweise auch unter dem Namen „Man“ veröffentlicht), Feeling Man oder zeitlose Klassiker wie Sun.

Leider werden die wenigsten davon noch produziert; ebenso wie der viel zu früh eingestampfte Man Absolute, dessen Release noch gar nicht so lange zurückliegt. Mal schauen, wie lange Sun Man, den ich für die helle Jahreszeit gut finde, noch macht. Aber nun zum Hauptakteur Strictly des Artikels.

Der Flakon & die Duftnote

Der Flakon ist typisch Jil Sander… klobig, geometrisch, relativ schwer, robust, wertig und ziemlich elegant; der Sprühkopf sitzt fest im Sattel und gibt einen kurzen, kräftigen Sprühstoß ab. Was erwartet einem in den ersten Minuten? Pfeffer, eine gute Prise Muskat, etwas Vetiver… aber vor allem: Pfeffer. Dieser drängt sich in den ersten Minuten stark in den Vordergrund. Relativ schnell setzt dann eine konstant anhaltende Rum-Note ein, die mit der Zeit schwächer wird, wodurch das Ganze etwas süffiger wird – nicht unbedingt ein Kontrast, aber eine gute Ergänzung zu den eher trockenen, holzigen Noten, die kurz darauf einsetzen.

Gerade in der ersten halben Stunde erinnert das Ganze ein wenig an den stark polarisierenden würzigen Spicebomb von Viktor & Rolf. Jedoch kommt der Strictly weitaus weniger synthetisch rüber und es fehlt ihm an Süße.

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Nachdem sich der temperamentvolle Auftakt gelegt hat, wird’s sehr viel ruhiger, angenehmer und fast kuschelig – trotz oder vielleicht gerade wegen der Rum-Note, die sich mit der Tonkabohne vereint. Der Duft zeigt sich plötzlich von einer vollkommen anderen Seite… er wird wärmer und versprüht sogar einen Hauch von Eleganz. Mögliche Einsatzgebiete sind also sowohl die eigenen vier Wände, als auch das Büro oder abendliche Veranstaltungen.

Auch wenn ich persönlich kein Anzugträger bin, könnte der Strictly hier solch ein Outfit olfaktorisch super abrunden. Es handelt sich hierbei nicht unbedingt um einen super-modernen – und schon gar nicht um einen (typisch) jugendlichen – Duft. Der Generation Davidoff Zino würde ich ihn dennoch nicht zuordnen; wobei man, meiner Meinung nach, schon einen kleinen Hang zu solchen Schätzchen haben, beziehungsweise sensibilisiert für dunklere, holzig-würzige Düfte sein sollte – auch wenn sich  Strictly nach geraumer Zeit von einer ganz anderen, milderen Seite zeigt.

Mögliche Träger von Strictly

Müsste ich einen Träger für dieses Wässerchen bestimmen, tendiere ich persönlich zum männlichen Geschlecht und einer Altersgruppe, die sich zwischen 25 und 50 bewegt. Eher für bodenständigere Charaktere, als für wilde Party-Gänger geeignet, die es gerne so richtig krachen lassen. Was nicht bedeutet, dass ich mir zu diesem Duft einen mysteriösen, schweigsamen Kerl vorstelle, sondern eher einen coolen Zeitgenossen, der weiß, was er will. Was die Jahreszeit für das Tragen von Strictly betrifft, möchte ich mich gerade noch nicht festlegen… Tendenz: Herbst / Winter oder vielleicht auch Sommerabende am Lagerfeuer. Die Haltbarkeit ist mit etwa 5 bis 6 Stunden (auf meiner Haut) in Ordnung.

Fazit

Vielseitig einsetzbarer, holzig-würziger, leicht orientalisch angehauchter, sehr männlicher, nicht aufdringlicher, solider und handwerklich guter Duft, der mich persönlich positiv überrascht hat. Wäre schön, wenn uns dieser Jil Sander noch etwas erhalten bleibt.


In freundlicher Zusammenarbeit mit Flaconi

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