Titelfoto ©  Jana Zuenkeler; alle weiteren Fotos © Sarah Greger

Hi, ich heiße Sarah Greger und ich liefere euch hier im ElisaZunder Blogazine leckere vegane Rezepte. Ich arbeite als selbstständige Food-Fotografin, Designerin und habe ein Kochbuch herausgebracht.

Vor mehr als acht Jahren habe ich mich dazu entschieden, mich rein pflanzlich zu ernähren. Mein Einstieg in die vegane Ernährung war allerdings nicht immer einfach – aber der Anfang eines ganz neuen Umgangs mit Lebensmitteln und der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Daher würde ich es immer wieder tun.

Ich möchte euch nun ausführlicher von meinem Einstieg in die vegane Ernährung berichten und euch gleichzeitig Tipps für Einsteiger auf den Weg geben.

Vegane Ernährung: Mein Einstieg

„Ich esse ja gar nicht so viel Fleisch, nur auf Käse könnte ich niemals verzichten“ waren immer meine Worte, wenn es um das Thema vegane Ernährung ging. Vor mehr als zehn Jahren habe ich mich nämlich mit Freunden und Bekannten genau über dieses Thema unterhalten.

Im Nachhinein betrachtet, war meine „Käse-Lüge” eher Bequemlichkeit, um mich nicht weiter mit dem Thema zu befassen. Wobei es natürlich auch nicht ganz so einfach ist, eine 180 Grad Wendung zu machen und auf gewohnte Lebensmittel zu verzichten.

Aus diesem Grund habe ich mich damals vorerst dazu entschieden auf Fleisch zu verzichten und mich ab sofort vegetarisch zu ernähren. Ich denke, dass das sogar ein guter Einstieg sein kann, denn jeder Schritt zählt und so kann man nach und nach tiefer in die Thematik der veganen Ernährung eintauchen.

Neben Fleisch habe ich jedoch gleichzeitig auch auf Kuhmilch und Eier verzichtet und bin so schon einen kleinen Schritt weitergegangen. Diese Nahrungsmittel habe ich lediglich nur noch auswärts konsumiert (beispielsweise im Restaurant oder auf Festen), wenn sie in einem Gericht verarbeitet waren.

Vegetarisch zu werden, war für mich also wirklich keine große Umstellung … da mir mein geliebter Käse ja noch blieb.

 

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Vegetarisch aus Überzeugung und den Tieren zuliebe

Wieso wurde ich also vegetarisch? Eigentlich nur den Tieren zuliebe. Ich wollte einfach nicht schuld daran sein, dass Tiere leiden und sterben.

Nachdem ich mich noch näher mit dem Thema Tierleid befasste, wurde mir schnell klar, dass eine vegetarische Ernährung für mich nicht ausreichend ist. Milchkühe leiden beispielsweise genauso wie Tiere, die geschlachtet werden. Heute erhält man viel einfacher und schneller Einblicke hinter die Kulissen (z. B. auch über Instagram). So sieht man auch, was wirklich mit den Tieren passiert, auch wenn sie NUR Milch geben.

Nach diesem Aha-Moment beschloss ich – zum Wohle der Tiere – erst einmal vier Wochen vegan zu essen. Danach konnte ich immer noch entscheiden, wie es mit meiner Ernährung weiter gehen soll.

Übrigens steckt hinter veganer Ernährung noch so viel mehr, was mir damals gar nicht bewusst war (mehr dazu unten unter „gesunde Ernährung”).

 

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Vegane Ernährung: Vegan werden und vegan bleiben

Mithilfe eines veganen Kochbuches und meiner Freunde konnte ich mich nun voll und ganz auf die vegane Ernährung einstellen. Meiner Meinung nach hat vegane Ernährung nicht nur etwas mit der Einstellung zu tun, sondern auch mit einer gesunden und bewussten Lebensweise. Es ist also viel mehr ein ganzheitliches Konzept, welches einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf die Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden nimmt.

Am Anfang meiner Ernährungsumstellung purzelten erst einmal direkt sechs Kilogramm.
Dies lag unter anderem auch daran, dass es vor acht Jahren noch nicht wirklich viel Auswahl an veganen Süßigkeiten gab und mich im Gegensatz zu vorher einfach automatisch gesünder ernährte.

Ebenso gab es wenig gute Käsealternativen. Ganz ehrlich? Dies fiel mir als Käseliebhaberin am Anfang wirklich nicht leicht. Doch mit der Umstellung zur veganen Ernährung informierte ich mich immer mehr, wie gesund so eine Umstellung für den Körper ist. Wie viele Vitamine und Mineralstoffe ich mehr aufnehmen würde, wenn ich auch mehr Gemüse essen würde. Ich lernte das Thema Ernährung quasi noch einmal neu.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich auf die Frage „Welches ist dein Lieblingsgericht“ einmal „alles mit Gemüse“ antworten würde. Doch inzwischen ist es genauso – und ich bin sehr stolz darauf.

Nach diesen vier Wochen wollte ich dann auch einfach gar keine tierischen Produkte mehr zu mir nehmen, weil  ich mich durch meine vierwöchige Ernährungsumstellung deutlich besser fühlte.

Vegane Ernährung: Ersatzprodukte oder nur noch Gemüse?

Für alle, die sich gerade noch in einer ähnlichen Situation befinden und von NUR GEMÜSE nicht wirklich überzeugt sind – ich kann euch beruhigen: inzwischen gibt es so viele (tolle) Alternativ- und Ersatzprodukte, dass die Umstellung zur veganen Ernährung fast schon ein Kinderspiel ist. Käse, Joghurt, Milch, Süßigkeiten, ja sogar Fleisch – für alles gibt es inzwischen einen guten Ersatz, der für den Umstieg zur veganen Lebensweise Gold wert ist.

Mithilfe einer erfahrenen veganen Person, würde ich mal behaupten, dass die Veränderung kaum auffällt. Aber auch hierbei gilt, nicht jedes Produkt ist zu imitieren und nicht jedes Ersatzprodukt schmeckt auch gut 😉

 

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Wieso isst du Fleischersatzprodukte, wenn du kein Fleisch mehr essen willst?

Diese Frage wird häufig von Menschen gestellt, die gerne Fleisch essen und wenig Verständnis für eine vegane Ernährung und Lebensweise haben.

Aber es liegt doch auf der Hand. Durch  Ersatzprodukte wird Einsteigern der Umstieg deutlich leichter gemacht. Und auch neugierige Personen können Alternativen ausprobieren, um so vielleicht öfter mal auf Fleisch oder andere tierische Produkte zu verzichten. Auch hier wieder: jeder Schritt zählt.

Ich persönlich bin kein Freund von Ersatzprodukten, da ich auch den gesundheitlichen Aspekt betrachte. Verarbeitete Lebensmittel sind eben nicht das Gesündeste und sollten nicht allzu oft auf dem Teller landen. Das ist jedoch ein Kapitel für sich.

Deshalb probiert doch einfach mal Ersatzprodukte aus und schaut, ob euch diese zusagen.


Gesunde Ernährung ist der zweite Step

Je mehr man sich mit dem Thema (vegane) Ernährung auseinander setzt, desto mehr lernt man dazu. Hierzu gehört unter anderem auch, welche Vitamine und Mineralstoffe unser Körper benötigt. Mit einer vollwertigen Ernährung kann man in der Regel schon viele essenzielle Vitamine, Mineralien und Nährstoffe aufnehmen. Jedoch haben viele Lebensmittel heutzutage nicht mehr so hohe Nährwerte wie beispielsweise noch vor 40 Jahren. Daher sollten nicht nur Veganer*innen supplementieren, denn auch „Allesesser” haben oftmals einen Vitamin- und Nährstoffmangel.

Besonders wichtig für Veganer*innen ist jedoch Vitamin B12, da wir dies ausschließlich in tierischen Lebensmitteln finden. Einige vegane Produkte (z. B. Pflanzendrinks) haben B12 zugesetzt, doch diese Menge reicht meistens nicht aus. Ein Bluttest, der sowieso einmal im Jahr gemacht werden sollte – egal wie wir uns ernähren – klärt diese Frage auf.

Und auch für Menschen, die nicht alle Vitamine über die Nahrung zu sich nehmen können, gibt es gesunde und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, die alternativ konsumiert werden können (mehr erfahrt ihr hier). Grundsätzlich rate ich allerdings jedem sich mit dem Thema gesunde, pflanzenbasierte und vollwertige Ernährung auseinanderzusetzen.

Damit ihr einen kleinen Einblick bekommt, welche Vitamine in welchen Lebensmitteln stecken, könnt ihr euch HIER eine Tabelle herunterladen, die ihr euch in die Küche hängen könnt.

 

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Wie fange ich also an mich vegan zu ernähren?

Am besten, wenn der Kühlschrank eh gerade leer ist und der große Wocheneinkauf ansteht. Auch hier gilt, wegschmeißen ist unnötig. Daher esst erstmal alles auf, was nachher nicht mehr in eurem Kühlschrank oder den Vorratsschrank wandern soll.

Vielen hilft es auch, sich vorerst nur zu Hause vegan zu ernähren und auswärts (z. B. im Restaurant) kleine Ausnahmen zu machen. Wichtig ist, dass ihr euch nicht zu sehr unter Druck setzt und zu streng mit euch seid, denn jeder vermeintlich kleine Schritt zählt.

Außerdem ist es sinnvoll Familie und Freunde über eure vegane Ernährung zu informieren und ihnen klar zu machen, dass es euch wirklich ernst ist. Vielen Angehörigen fällt es leider anfangs schwer das zu akzeptieren, obwohl das heutzutage wahrscheinlich auch schon wieder anders ist. Zumal vegane Ernährung immer präsenter ist. Für Gartenparties, Geburtstage und Festivitäten habe ich mir anfangs immer etwas vorbereitet (Meal Prep) oder angeboten einen Salat mitzubringen. Das klappt ausgezeichnet gut.
Wer sich allerdings in dem Bezug auf andere verlässt, wird manchmal auch einfach enttäuscht – also selbst ist die Frau/ der Mann.

Wer nicht so kreativ ist, was seine Mahlzeiten betrifft, sollte sich alltagstaugliche vegane Kochbücher zur Hilfe nehmen. Vielleicht nicht gerade die, wo es um spezielle Superfoods und extravagante Bowls geht. Eine schöne Empfehlung ist hier das Buch Heimatgemüse – Natürlich und bewusst kochen. Dort findet ihr einfache und alltagstaugliche Rezepte, die obendrein schmecken.

Jetzt heißt es nur noch ANFANGEN – ihr habt nämlich absolut nichts zu verlieren: vielleicht startet ihr (wie ich damals auch) mit einer vierwöchigen veganen Challenge?

Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben. Schaut ansonsten gerne mal auf www.heimatgemuese.de vorbei, da versorge ich euch regelmäßig mit neuen, leckeren und veganen Rezepten für den Alltag oder ihr schaut in die Food-Kategorie hier im Blogazine.

Viel Spaß bei eurer neuen und gesunden Lebensweise <3

 

Hier findet ihr Sarah Greger auf Instagram und hier geht es zur Website

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2 Comments

  • Posted 6. August 2020 14:59
    by Shadownlight

    Das klingt doch alles sehr spannend, danke für deine Erfahrungen!
    Liebe Grüße!

    • Posted 10. August 2020 16:36
      by Elisa

      Freut mich, dass dir Sarahs Erfahrung und Tipps zu veganen Ernährung so zusagen 🙂

      Liebst, Elisa

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