enthält Werbung wegen Buchtipp, Personen und Affiliate Links (unbezahlt)

Ich dachte lange, dass ich überhaupt nicht abschalten muss oder Entspannung benötige, wenn ich doch täglich genau das mache, was ich so sehr liebe und mich erfüllt. Leider ist dies ein weitverbreiteter Irrglaube – dem nicht nur ich auf den Leim gegangen bin – der immer wieder stark promotet wird. Sprüchen wie „Erschaffe Dir ein Leben, von dem Du keinen Urlaub mehr brauchst!“ kann ich nur bedingt zustimmen. Auch wenn man einem Beruf nachgeht, welcher der eigenen Berufung entspricht (dies sollte doch immer das Ziel sein), den man liebt und der einen erfüllt, braucht man mal eine Auszeit … sonst verbrennen wir irgendwann an unserem eigenen Feuer.

Und wisst ihr was? Entspannung tut gar nicht weh! Ist sogar ziemlich großartig, wie ich aktuell Schritt-für-Schritt feststelle und neu für mich erlerne.

Wir müssen abschalten erst wieder lernen

Abschalten lernen. Ja ihr habt es tatsächlich richtig verstanden. Ich muss doch tatsächlich wieder lernen abzuschalten und nicht spät abends oder auch im Urlaub noch die eine E-Mail zu beantworten oder Instagram zu checken. Übrigens ist abschalten im gewissen Maße dann auch wortwörtlich zu verstehen. Ein kleiner Trost an der Sache ist vielleicht, dass man hiermit überhaupt nicht alleine ist, denn den meisten Personen fällt es immer schwerer wirklich loszulassen und vollends abzuschalten. Hier noch eine WhatsApp-Nachricht beantworten, schnell durch Instagram scrollen, oh ein lustiges Katzen-Video auf Facebook … und so weiter.
Dies liegt zum großen Teil auch daran, dass wir inzwischen immer und überall erreichbar sind … oder wir vielmehr meinen, dass wir immer und überall erreichbar sein sollten. Ein weiterer Irrglaube unserer Generation.

Gerade in kreativen Berufen läuft das Gehirn täglich auf Hochtouren, was total erfüllend ist aber auf Dauer auch ermüdend sein kann. Genau hier muss man es sich gestatten eine Auszeit einzulegen, um neue Kraft zu tanken. Durch ein komplettes Abschalten kann man sich selbst nämlich wieder die Chance geben neue Kraft zu tanken und meistens ploppen dann wie von alleine spannende Ideen auf. Mir geht es zumindest so! Eine weitere Bestätigung hierfür ist das Buch „Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche“* hier berichten berühmte Künstler von ihren täglichen Ritualen und wo bestimmte Geistesblitze entstanden sind.
Es ist ja auch ganz klar, dass die Wenigsten ohne Pause ständig richtig geile Ideen am Fließband produzieren können. Man braucht eben regelmäßige Verschnaufpausen!
Übrigens zieht die beliebte Job-Smartphone-Ausrede hier auch nicht. Diese wird doch eh meistens (in der Vergangenheit auch von mir) genutzt, um die eigene Sucht zu vertuschen.

Die Lebensbalance neu finden und sich Pausen erlauben

Ich möchte hier gar nicht von der allbekannten Work-Life-Balance sprechen, da dieser Begriff ziemlich ausgelutscht ist und meiner Meinung nach auch nicht den Kern trifft. Denn auch wenn wir arbeiten, leben wir … oder hören wir dann auf zu leben? Eher unwahrscheinlich – falls es sich bei euch allerdings so anfühlen sollte, wäre eine berufliche Neuausrichtung oder ein Jobwechsel ziemlich sinnvoll (aber das ist ein anderes Thema!).

Meiner Meinung nach geht es deshalb doch vielmehr um eine Art Lebensbalance von Pflichten, Spaß und Entspannung. Genau aus diesem Grund boomen beispielsweise auch Mini-Abenteuer vor der Haustür gerade, um den Alltag einfach noch interessanter und lebenswerter zu gestalten. Achtsamkeit oder auch Yoga und Meditationen werden immer beliebter, um eine Abgrenzung zu schaffen und zur Ruhe zu kommen. Auch die Arbeitswelt verändert sich allmählich (leider in einigen Branchen schleichend bis gar nicht), um neue Möglichkeiten und Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Leben zu schaffen. All dies zeigt doch, dass wir auf der Suche nach mehr Entspannung im Alltag sind und gerne öfters abschalten möchten.

Leider ist es inzwischen dazu gekommen, dass einige von uns kaum noch wissen, wie man abschalten kann und dies wieder neu erlernen müssen. Auch ich gehöre ich in bestimmten Phasen dazu und muss mir selbst immer wieder einräumen, dass eine Auszeit völlig in Ordnung ist, wichtig für die Gesundheit und gerade bei akutem Stress enorm wichtig ist.
Übrigens können wir uns hier vom Leistungssport inspirieren lassen, denn dort gibt es immer feste Trainings- und Entspannungsphasen, welches sich als effektivste Routine für das Wohlbefinden der Sportler*innen herausgestellt haben. Außerdem sind auch Kinder immer wieder ein großartiges Beispiel dafür, wie man sich einer Aufgabe voll und ganz hingeben kann und dabei Erfüllung und zugleich Entspannung erlangt.

Was mir beim Abschalten hilft

Ich selbst liebe Yoga und nutze es, um abschalten zu können, denn während der Yoga-Praxis bin ich komplett im Moment, führe die Übungen aus und achte auf meinen gesamten Körper. Währenddessen bekomme ich den Kopf super frei und spätestens danach tritt ein Gefühl von purer Entspannung bei mir ein – es ist großartig! Falls ihr zu schlapp für eine kraftvolle Yoga-Einheit seid, kann ich euch Yin-Yoga sehr empfehlen (hier geht’s zu einer tollen Yin Yoga Sequenz für Einsteiger) oder auch eine geführte Meditation.

 

Möglichkeiten und Tipps für’s kurze Abschalten zwischendurch

 

  • Schon 5 bis 10 Minuten am Tag können manchmal ausreichend sein. Macht eine kurze Yoga-Einheit, eine Meditation oder geht kurz an die frische Luft.

 

  • Das Smartphone abzuschalten macht euch Probleme? Wie wär’s das Smartphone zumindest, die erste Stunde am Morgen und die letzte Stunde vorm Schlafengehen zur Seite zu legen? Wer würde denn morgens nachdem wir erst einige Minuten die Augen auf haben schon eine ganze Menschenmenge ins Schlafzimmer lassen? Mit dem ersten Griff zum Smartphone machen wir direkt nach dem Aufstehen eigentlich kaum etwas anderes.

 

  • Einfach mal durchatmen (3 bis 5 Minuten) – kann wahre Wunder wirken und schützt vor unbedachten Handlungen

 

  • Ein gutes Buch lesen. Einige Buchtipps liefere ich auch hier.

 

  • Mini-Abenteuer. Mehr dazu habe ich hier mehr erzählt.

 

  • Wellness-Programm (z.B. zur Massage)

 

  • Aromatherapie mit entspannenden Duftnoten wie Lavendel, Kamille, Ylang Ylang oder Salbei

 

  • Raus in die Natur

 


Foto © Anthony Tran via Unsplash



Mehr lesen? 

Schlaf dich glücklich: 6 Tipps und natürliche Mittel für einen besseren Schlaf
Was hilft bei schlechter Laune?
50 Wellness und Self Care Ideen

 


*Der Artikel ist mit Werbung markiert, da Empfehlungen enthalten sind und verlinkt werden. Im Text befinden sich auch Affiliate Links, welche mit einem * markiert sind. Über deren Verkauf eine Provision an ElisaZunder ausgeschüttet wird. An dem Kaufpreis oder der Abwicklung ändert sich für euch dadurch nichts; es ist lediglich eine Wertschätzung für die Arbeit von ElisaZunder. 


Gerne kannst Du uns auch hier unterstützen. So können wir weiterhin gute Geschichten erzählen, hilfreiche Tipps geben und diese kostenlos zur Verfügung stellen. Vielen Dank! 


PIN IT: Abschalten und entspannen

Endlich mal abschalten, abschalten lernen, lernen besser abzuschalten, Pausen gönne, Abschalten: Wie geht das?, Tipps um abzuschalten, ständig erreichbar, Digital Detox, endlich entspannen, Entspannung, Wohlbefinden steigern, Kolumne


 

2 Comments

  • Avatar
    Posted 10. August 2019 11:05
    by Amy

    Guten Morgen meine Liebe, das ist so ein toller Beitrag, so fantastisch. Du sprichst mir aus dem Herzen, man muss abschalten können. Ich bin Gott sei dank jemand der das kann, weil ich das auch brauche. Ich lege mich dann hin, eine Maske auf dem Gesicht, leise Chillout Musik und einfach in meine eigene Welt versinken. Danach geht es mir gut. Meine Liebe, ich wünsche Dir einen schönen Samstag, liebe Grüße Amy ???

    • Elisa Zunder
      Posted 12. August 2019 10:48
      by Elisa Zunder

      Liebe Amy,

      vielen Dankfür Deinen Kommentar! 🙂

      Abschalten ist einfach für jede*n soooo wichtig. So schön, dass Du es so gut kannst
      und auch schon Deine ganz eigenen Wege und Routine entwickelt hast – klingt
      übrigens wirklich großartig. 🙂
      Ich wünsche Dir eine tolle Woche,
      Elisa

Leave a comment