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Es ist nicht nur wichtig, wie wir in einen neuen Tag beginnen, sondern auch, wie wir den Tag beenden. Eine gelungene Abendroutine sorgt dafür, dass wir schneller abschalten, entspannter sind und wir dadurch im Idealfall auch noch besser einschlafen können. Nachdem ich dir schon einige Tipps zu einer Morgenroutine geliefert habe, ist es nun an der Zeit, näher auf die Abendroutine einzugehen.

Deshalb zeige ich dir, wie viel Zeit wir am Abend zur Verfügung haben und wie wir diese ab sofort besser für uns und die Dinge, die uns erfüllen nutzen können. Natürlich gibt es on top einige Tipps und Ideen für deine neue Abendroutine.

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Warum ist eine Abendroutine wichtig?

Bevor ich mit den Ideen für eine gelungene Abendroutine beginne, möchte ich vorab kurz darauf eingehen, warum eine Abendroutine in meinen Augen so wichtig ist.

Eine Abendroutine hilft uns dabei, unseren Abend erfüllend zu gestalten, unsere Zeit zu nutzen und zu entspannen. Hierdurch können wir aktiv Stress abbauen, den meist vollgepackten Tag hinter uns lassen und unsere Batterien wieder neu aufladen.

Wie möchtest du deine Zeit verbringen?

Die Abendstunden bieten ein enormes Potenzial für uns, denn hier können wir viel freier über unsere Aktivitäten entscheiden beziehungsweise unsere Freizeit in vollen Zügen genießen. Allerdings nutzen wir dieses Potenzial leider nicht immer, denn sind wir mal ehrlich: Wie viele von uns verbringen die Abendstunden oftmals lieber vorm Fernseher, streamen eine Serie oder scrollen durch Social Media?

Auch ich tappe immer mal wieder in diese Falle. Verstehe mich jetzt nicht falsch, denn wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, ist es auch vollkommen okay. Ein guter Film kann nämlich auch für viel Freude und Entspannung sorgen. Falls es allerdings zur Gewohnheit geworden ist, jeden Abend nur noch durchs TV zu zappen, zu streamen oder eben stumpf durch Social Media zu scrollen (vielleicht sogar auch mehreres davon gleichzeitig) ist das nicht optimal.

An diesem Punkt sollten wir uns fragen, ob wir unsere Zeit auf Dauer nicht doch anders nutzen möchten (?)

Ein kurzes Rechenbeispiel: Du hast deine Arbeit und sonstige Pflichten bis 17:30 Uhr erledigt und gehst zum Beispiel um 22:30 Uhr ins Bett. Insgesamt sind das 5 Stunden. Diese fünf Stunden kannst du je nach Belieben füllen. Zum Beispiel mit Dingen, die dich erfüllen (ein bestimmtes Hobby) oder Dingen, die dir auf Dauer gut tun.

Ich finde, dass eine solche Rechnung wirklich die Augen öffnet. Denn viel zu oft beschweren wir uns doch darüber, dass uns die Zeit für bestimmte Dinge fehlt. Dies mag in Ausnahmefällen und bei extrem stressigen Situationen manchmal auch wirklich der Fall sein. Oftmals liegt es bei näherer Betrachtung jedoch eher an mangelnden Prioritäten oder dem fehlenden Bewusstsein darüber, wie viel Zeit wir abends wirklich zur Verfügung haben.

Vielleicht hilft es dir daher zu Anfang auch einfach, dass du dir zuerst deinen Tagesablauf bewusst machst. Eventuell bemerkst du auch schon dabei, an welchen Stellen du etwas optimieren könntest. Anschließend rechnest du aus, wie viele freie Stunden du am Abend zur Verfügung hast. Danach kannst du dann wunderbar überlegen, mit welchen Aktivitäten oder Dingen du diese Stunden ab sofort am liebsten verbringen möchtest. Oder aber an welchen Abenden du bestimmte Aktivitäten (wie z. B. Sport) einplanen möchtest.

Weitere Ideen und Tipps für eine Abendroutine findest du im nächsten Absatz 🙂

10 Ideen für eine Abendroutine

Du kannst deinen Abend und deine allabendliche Routine vorm Schlafengehen ganz nach deiner Vorstellung gestalten. Die genannten Punkte sollen lediglich Anreize und Ideen für dich sein. Außerdem ist es natürlich auch möglich, mehrere Dinge miteinander zu kombinieren oder sich an bestimmten Wochentagen für unterschiedliche Aktivitäten zu entscheiden. It’s up to you 🙂

1. Smartphone freie Zeit

Im besten Fall solltest du dein Smartphone mindestens eine Stunde bevor du ins Bett gehst, nicht mehr benutzen. Anstatt die wertvolle Zeit damit zu verbringen, Mails zu checken oder dich mit irgendwelchen Infos via Social Media berieseln zu lassen, kannst du lieber aktiv etwas für dich und dein Wohlbefinden tun.

Falls es dir noch schwerfallen sollte, dein Smartphone auch einfach mal zur Seite zu legen, kannst du dich ja auch erst langsam herantasten. Beispielsweise mit einer kürzeren Zeitspanne ohne Smartphone oder alternativ auch nur an bestimmten Wochentagen. Auch wenn es anfangs vielleicht nicht ganz so einfach ist, wirst du merken, dass es dir gut tut und man die Zeit anders nutzen kann.

2. Zeit einplanen

Kannst du abends schlecht abschalten, weil noch so viele Pflichten und Aufgaben in deinem Kopf kreisen?

Dann kann es durchaus hilfreich sein, wenn du bereits am Abend die einzelnen Aufgaben für den kommenden Tag planst oder die Dinge, die dich gerade nicht loslassen, aufschreibst. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Bullet Journal hervorragend, denn hier kannst du unterschiedliche Bereiche des Lebens verwalten und planen. Ein weiterer Vorteil ist es, dass du durch das Aufschreiben die Gedanken besser loslassen kannst. Dies sorgt für die ersehnte Entspannung in den Abendstunden.

Beachte bitte auch, dass du nicht nur To-dos (Pflichten & Aufgaben) planst, sondern dir auch genügend Zeit für dich selbst (To-be-Liste) und die Dinge, die dich erfüllen einplanst. Die Balance aus beiden Bereichen ist für unser Wohlbefinden essenziell 🙂

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3. Tag reflektieren

Außerdem kann es sehr hilfreich sein, am Abend noch einmal den bisherigen Tag zu reflektieren. Diesen kannst du entweder in Gedanken noch einmal für dich durchgehen oder auch schriftlich festhalten. Hierfür eignet sich entweder ein Tagebuch, ein Dankbarkeitstagebuch oder eben auch eine Liste in deinem Bullet Journal.

Gerade bei Zweiterem hast du die Möglichkeit, erfüllende Dinge und Momente festzuhalten. Diesen positiven Vibe nimmst du dann mit in den Schlaf und auch in den nächsten Tag. Zudem kannst du bei Bedarf immer wieder darauf zurückgreifen und in schönen Erinnerungen schwelgen.

4. Einladende Umgebung schaffen

Damit man abends auch wirklich zur Ruhe kommen kann, ist auch die Atmosphäre entscheidend. Mitten in einem unaufgeräumten Chaos ist es eher schwieriger zu entspannen, daher ist eine aufgeräumte Umgebung von Vorteil. Diese kann man zusätzlich mit wohltuenden Düften (Duftkerzen oder auch ätherische Ölen) wunderbar unterstützen, um so noch besser zu entspannen. Hier drei meiner Lieblingssprays mit ätherischen Ölen, die ich besonders gerne vor meiner beginnenden Abendroutine versprühe:

• Yogaduft Raumspray von Baldini ( hier kaufen)

• Zirbe Kopfkissenspray von Taoasis ( hier kaufen)

• Zirbenwald von Primavera ( hier kaufen)

Zudem sind die drei Düfte auch so fest mit meiner Abendroutine verknüpft, dass in meinem Kopf direkt ein Wechsel stattfindet und ich weiß, dass ich mir nun Zeit für mich gönne.

Außerdem eignen sich beispielsweise auch Düfte wie Lavendel, Kamille oder Salbei. Neben diesen Düften können auch holzige Noten wie Zirbe (einer meiner Lieblingsdüfte*) zur Gemütlichkeit und Entspannung in den eigenen vier Wänden beitragen. Hier einfach nach eurem eigenen (Duft)-Vorlieben entscheiden, um eure ganz persönliche Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden zu gestalten.

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Foto © Chelsea shapouri on Unsplash

 

5. Meditieren & Achtsamkeit

Um am Abend noch besser abschalten zu können, kann auch eine Meditation sehr hilfreich sein. Gerade in stressigen Phasen helfen Meditationen, sich neu zu ordnen und den Stress abzustreifen. Hierzu gehört natürlich auch die jeweilige Praxis und Durchhaltevermögen. Mir persönlich gefallen vor allem geleitete Meditationen super gut.

Falls es dir aktuell noch schwerfällt, Achtsamkeit dauerhaft in den Alltag zu integrieren, findest du hier 6 Achtsamkeitsübungen, um dein Gedankenkarussell zu stoppen. Außerdem kann ich dir auch das Buch von Dr. Leon Windscheid (hier geht’s zum Buchtipp) »Besser fühlen: Eine Reise zur Gelassenheit« ( hier erhältlich) sehr empfehlen.

6. Lesen

Lesen am Abend ist deutlich entspannender als Fernsehen zu schauen oder am Smartphone zu hängen. Dies liegt vor allem an den hellen Bildschirmen und dem Blaulicht, was uns zum längeren Aufbleiben animiert. Deshalb wird empfohlen, lieber zu einem Buch zu greifen und das selbst wenn man nur wenige Seiten am Abend liest. Dies wirkt sich entspannender auf den Körper aus, man wird schneller müde und kann dementsprechend besser einschlafen.

Ihr braucht noch Lesetipps? Dann schau doch einfach mal in meiner umfangreichen Liste mit diversen Buchtipps vorbei. Hier ist sicherlich das ein oder andere für dich dabei 🙂

7. Entspannendes Yoga

Auch entspannende Yoga Übungen können am Abend für mehr Ruhe sorgen. Wie du vielleicht schon weißt, mache ich super gerne die Yoga-Videos von Mady Morrison. Sie bietet eine breite Palette von ins Schwitzen kommen bis hin zu purer Entspannung.

 

8. Sport

Vielleicht denkst du, Sport am Abend … das kratzt mich doch eher auf, als das ich danach entspannt bin. Ich als ehemaliger Sportmuffel habe auch viel zu lange so gedacht. Allerdings ist das echt ein Trugschluss!

Wenn man sich beim Sport so richtig schön verausgabt hat, hat die Entspannung danach und auch der Schlaf meiner Meinung nach eine ganz andere Qualität. Besonders gerne mache ich aktuell HIIT-Workouts (findest du jede Menge auf YouTube) oder auch Krafttraining mit Fitnessbändern (eine große Auswahl findest du z.B. hier) oder Kettlebells (ich habe zwei Stück à 4 Kilogramm wie z.B. diese hier)

9. Warme Dusche

Die Wassertemperaturen beim Duschen können ganz verschiedene Auswirkungen auf unseren Körper haben. Während bei einer kalten Dusche der Geist und Körper erfrischt und aufgeweckt werden, sorgt eine warme Dusche vor allem für Entspannung. Das warme Wasser hilft dabei, die Muskeln zu entspannen und den Stress des Tages loszuwerden. Durch die Wärme wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, welches dafür sorgt, dass uns besser entspannen können und wir müder werden.

10. Abendliche Beauty-Routine

Auch eine etwas ausgedehntere Beauty-Routine am Abend kann dabei helfen zu entspannen und den Tag zu verarbeiten. Neben Zähneputzen und Abschminken kann man beispielsweise noch eine Gesichtsmaske auftragen oder die abendliche Pflege mit einem Gesichtsroller in die Haut einmassieren. Alternativ kann man sich auch eine Gesichtsmassage mit einem Gua Sha Stein gönnen.

Sich hier einfach etwas mehr Zeit als üblich einzuräumen, kann wahre Wunder wirken und sorgt demnach für eine wohltuende Entspannung.


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3 Comments

  • Trackback: Achtsamkeitsübungen: Stress & Gedankenkarussell stoppen
  • Posted 14. Januar 2022 9:29
    by Nicole

    Liebe Elisa,

    das ist ein sehr schöner Beitrag über Abendroutinen. Einige davon praktiziere ich in der Tat schon länger und ja, du hast Recht, sie bereiten Wohlbefinden.
    Allein, abends das Smartphone wegzulegen, ist ein echter Gewinn…
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • Posted 21. Januar 2022 10:43
      by Elisa

      Liebe Nicole,

      wie schön, dass du einiges schon praktizierst. Eine gelungene Abendroutine
      gibt einem einfach pure Entspannung. Und ja das Smartphone mal zur Seite
      legen ist ein Gewinn 🙂

      Liebste Grüße,
      Elisa

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